Gefräste Kanäle im Bestandsestrich mit bereits eingelegtem Heizrohr, Tageslicht durch das Fenster

Leistung 02 · Fräsen

Fußbodenheizung nachträglich einfräsen — der Estrich bleibt drin.

Wir fräsen die Heizkanäle direkt in deinen vorhandenen Estrich, legen die Rohre ein und verschließen die Fläche wieder. Null Zentimeter zusätzliche Aufbauhöhe, ein bis drei Tage Montage, nahezu staubfrei.

  • Rückmeldung in 24 Stunden
  • Ein Ansprechpartner, ein Preis
  • 150 km Umkreis um Brakel

Kurz gesagt

Warm von unten, ohne Abbruch.

Beim Fräsen bleibt dein Bodenaufbau, wie er ist. Eine Estrichfräse mit Absaugung schneidet schmale Kanäle in den Estrich, darin liegt das Heizrohr, darüber kommt die Ausgleichsmasse. Türen, Treppenantritte und Übergänge zum Nachbarraum passen danach genauso wie vorher — deshalb ist das Verfahren im Altbau meist der schnellere und günstigere Weg zur Fußbodenheizung.

+0 mm
zusätzliche Aufbauhöhe — der Boden bleibt auf seinem Niveau
1–3 Tage
Montagezeit für ein Wohnhaus, auch raumweise möglich
ab 40 mm
Estrichdicke reicht in der Regel aus — wir messen vor Ort nach
ab 30 €/m²
Richtwert inkl. MwSt.: Fräsen, Rohr, Verschließen der Kanäle

Fräsen oder Estrich raus?

Zwei Wege zur Fußbodenheizung im Bestand — so unterscheiden sie sich.

Wer im Altbau eine Fußbodenheizung will, hat zwei Möglichkeiten: den alten Estrich rausreißen und komplett neu aufbauen, oder die Rohre in den vorhandenen Estrich fräsen. Der Vergleich zeigt, warum wir im bewohnten Haus fast immer zum Fräsen raten.

Was dich erwartetFräsen in den BestandsestrichEstrich raus, Neuaufbau
AufbauhöheBleibt gleich — Türen, Zargen und Treppen unverändertWird neu geplant; oft müssen Türen gekürzt und Anschlüsse angepasst werden
Bauzeit1–3 Tage Montage, danach Ausgleichsmasse — meist am nächsten Tag belegreifMehrere Wochen: Abbruch, Dämmung, neuer Estrich, Trocknung bis zur Belegreife
Dreck & LärmNahezu staubfrei durch Profi-Absaugung; Lärm nur während des FräsensAbbruchstaub, Container, Schuttentsorgung, wochenlanger Rohbauzustand
Wohnen während der ArbeitenMöglich — wir arbeiten Raum für RaumKaum möglich, die betroffenen Räume sind lange nicht nutzbar
KostenRichtwert 30–90 €/m² inkl. Material und MwSt.Deutlich höher: Abbruch, Entsorgung, Dämmung, Estrich und Verlegung addieren sich
VoraussetzungTragfähiger Zement- oder Anhydritestrich ab ca. 40 mmKeine — dafür genug Raumhöhe für den neuen Aufbau
Wann sinnvollBestand mit intaktem Estrich, knappe Aufbauhöhe, bewohntes HausEstrich hohl, rissig oder zu dünn; Aufbau wird ohnehin komplett erneuert

Muss der Aufbau ohnehin neu entstehen, verlegen wir stattdessen ein Tacker- oder Noppensystem — das ist dann der passendere Weg.

So sieht es im Boden aus

Der Bodenaufbau im Schnitt.

Die Kanäle sind nur etwa so tief wie das Rohr hoch ist. Der Estrich behält darunter seine tragende Stärke, das Rohr liegt dicht unter der Oberfläche — deshalb reagiert die Fläche schnell und kommt mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus.

Schnitt durch einen gefrästen Bodenaufbau Von oben nach unten: Bodenbelag, Ausgleichsmasse, Estrich mit drei eingefrästen Kanälen und Heizrohren, darunter Dämmung und Rohdecke. Die Kanäle sind rund 17 Millimeter tief, das Rohr 16 Millimeter stark, der Abstand zwischen den Rohren 8 bis 12,5 Zentimeter. Abstand 8–12,5 cm ≈ 17 mm tief Estrich ≥ 40 mm Bodenbelag Ausgleichsmasse Bestandsestrich Dämmung Rohdecke Heizrohr 16 × 2 mm
Schematisch, nicht maßstäblich. Den Verlegeabstand legen wir im Verlegeplan nach Raum fest: 8 cm im Bad, 10 bis 12,5 cm in den übrigen Räumen.

Estrich-Check

Ist dein Estrich dafür geeignet?

Die meisten Böden aus den 1960er-Jahren bis heute lassen sich fräsen. Was bei dir passt, prüfen wir beim Vor-Ort-Termin mit einer kleinen Probebohrung an unauffälliger Stelle, statt zu schätzen.

Vor-Ort-Termin anfragen
  • Zementestrich

    Der häufigste Fall, im Alt- wie im Neubau. Lässt sich sehr gut fräsen.

  • Anhydrit- oder Calciumsulfatestrich

    Ebenfalls geeignet. Häufig in Häusern ab den 1990ern und bei Fließestrich.

  • Ab etwa 40 mm Dicke

    So bleibt unter dem Kanal genug tragender Estrich. Bei dünneren Böden schauen wir, ob ein anderer Aufbau passt.

  • Fest, trocken, ohne Hohlstellen

    Klingt der Estrich beim Abklopfen hohl oder zeigt Risse, klären wir das vorher — überfräsen bringt nichts.

  • Gussasphalt

    Auch hier können wir arbeiten. Wie wir vorgehen, klären wir nach der Probebohrung beim Vor-Ort-Termin.

  • Holzdielen ohne Estrich

    Auch auf Holzbalkendecken finden wir einen Weg. Den passenden Aufbau planen wir nach dem Blick auf die Decke vor Ort.

Ablauf

So läuft dieser Schritt.

  1. 1
    Estrich prüfen

    Probebohrung, Dicke messen, Abklopfen. Erst danach steht fest, ob gefräst werden kann.

  2. 2
    Verlegeplan

    Heizkreise je Raum und Lage des Verteilers. Verlegeabstand 8 cm im Bad, sonst 10–12,5 cm.

  3. 3
    Kanäle fräsen

    Die Estrichfräse schneidet die Kanäle mit laufender Absaugung — nahezu staubfrei.

  4. 4
    Rohr einlegen

    Das Heizrohr kommt Kreis für Kreis in die Kanäle und wird zum Verteiler geführt.

  5. 5
    Druckprobe

    Alle Heizkreise werden abgedrückt und protokolliert, bevor etwas geschlossen wird.

  6. 6
    Verschließen

    Die Kanäle werden verfüllt, die Fläche ausgeglichen — belegreif für deinen Bodenleger.

Fräsen und Wärmepumpe

Der Boden, den eine Wärmepumpe gern hat.

Niedrige Vorlauftemperatur

Eine große Fläche braucht weniger heißes Wasser als ein kleiner Heizkörper. Genau mit diesen niedrigen Temperaturen arbeitet eine Wärmepumpe am sparsamsten.

Rohr nah an der Oberfläche

Gefräste Rohre liegen wenige Millimeter unter dem Belag. Die Wärme kommt schneller im Raum an als bei tief im Estrich verlegten Systemen.

Erst der Boden, dann die Heizung

Die Fußbodenheizung kannst du jetzt einbauen und weiter mit dem vorhandenen Kessel betreiben. Der Wechsel zur Wärmepumpe kommt, wann es dir passt.

Von der Baustelle

So sieht der Boden aus, wenn das Rohr drin liegt.

Wohnraum mit vollständig gefrästem Estrich und eingelegtem Heizrohr, Blick durch die Türöffnung in den Nebenraum

Altbau, Estrich geblieben

Altbau nach dem Fräsen: Der Bestandsestrich ist geblieben, die Kanäle laufen als Schnecke durch den Raum, das Heizrohr liegt bereits drin — bis zur Türschwelle, ohne einen Millimeter Aufbauhöhe. Türzargen und Übergänge zum Flur bleiben, wie sie sind. Im nächsten Schritt kommt die Ausgleichsmasse über die Fläche, dann ist sie belegreif.

  • Estrich geblieben
  • Rohr im Kanal fixiert
  • Bereit fürs Ausgleichen

Häufige Fragen

Was uns zum Fräsen am häufigsten gefragt wird.

Was kostet das Einfräsen pro Quadratmeter?

Als Richtwert kannst du mit 30 bis 90 € pro Quadratmeter inkl. MwSt. rechnen — komplett, also Fräsen, Heizrohr und das Verschließen der Kanäle. Wo du im Bereich landest, hängt von der Fläche, dem Zuschnitt der Räume und dem Verlegeabstand ab: Ein Bad mit engen Kanälen braucht mehr Rohr pro Quadratmeter als ein großes Wohnzimmer. Nach dem Vor-Ort-Termin bekommst du einen festen Preis für die ganze Kette.

Wie lange dauern die Arbeiten?

Für ein Wohnhaus rechnen wir mit ein bis drei Tagen Montage. Danach kommt die Ausgleichsmasse, die meist am nächsten Tag belegreif ist. Wir arbeiten Raum für Raum — du kannst während der Arbeiten im Haus bleiben und die fertigen Räume wieder nutzen.

Wie stark muss der Estrich sein, damit ihr fräsen könnt?

Ab etwa 40 mm Estrichdicke können wir die Heizkanäle einfräsen — dann bleibt unter dem Kanal genug tragender Estrich stehen. Wie dick dein Estrich wirklich ist und ob er sich eignet, prüfen wir beim Vor-Ort-Termin mit einer kurzen Probebohrung an unauffälliger Stelle. Ist er dünner oder brüchig, sagen wir dir ehrlich, welche Alternative passt.

Wie viel Staub und Lärm entsteht dabei?

Unsere Fräsen laufen mit direkter Profi-Absaugung — dadurch bleibt es nahezu staubfrei, der Großteil des Fräsguts wird sofort abgesaugt. Ganz ohne feinen Reststaub geht es nicht, deshalb schotten wir den Arbeitsbereich ab. Laut wird es nur, während die Fräse läuft, also stundenweise. Am besten räumst du den Raum vorher frei und bringst empfindliche Elektronik in Sicherheit.

Braucht ihr Starkstrom auf der Baustelle?

Ja. Die Fräse braucht einen 32-A-CEE-Anschluss (400 V), dazu eine normale 230-V-Steckdose für den Sauger. Ist kein passender Anschluss da, sag uns Bescheid — das klären wir beim Vor-Ort-Termin. Deine fertige Fußbodenheizung selbst braucht keinen Starkstrom.

Welcher Bodenbelag geht danach?

Fliesen, Vinyl, Laminat und Parkett — alles, was der Hersteller für Fußbodenheizung freigibt. Wichtig ist der Wärmedurchlasswiderstand des Belags: Je dünner und dichter, desto besser kommt die Wärme durch. Fliesen und Vinyl sind ideal, bei Parkett und Teppich lohnt ein Blick ins Datenblatt. Nach dem Ausgleichen übergeben wir belegreif an deinen Bodenleger.

Passt eine gefräste Fußbodenheizung zur Wärmepumpe?

Sehr gut sogar. Eine Fußbodenheizung kommt mit deutlich niedrigeren Vorlauftemperaturen aus als Heizkörper, und genau das macht eine Wärmepumpe effizient. Du kannst die Fußbodenheizung jetzt einbauen und mit dem vorhandenen Kessel betreiben — die Wärmepumpe kommt später dazu, wann es dir passt.

Gibt es eine Förderung fürs Fräsen?

Die Fußbodenheizung allein wird nicht gefördert. Wird sie aber zusammen mit einer Wärmepumpe eingebaut, kann sie als sogenannte Umfeldmaßnahme in die Heizungsförderung fallen. Ob das bei dir greift und wie hoch der Zuschuss ausfällt, hängt von deinem Vorhaben ab — das klärt am besten ein Energieberater oder dein Heizungsbauer, bevor du beauftragst.

Kostenlose Beratung

Kurz drüberschauen lassen? Kostet nichts.

Schick uns die Eckdaten deines Objekts: Fläche, Baujahr, was aktuell auf dem Boden liegt. Wir sagen dir ehrlich, ob das Fräsen bei dir der richtige Weg ist.

Oder direkt anrufen

0152 02413035

Mo–Fr 8–18 Uhr

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  • Ein Angebot für die ganze Kette

Nächster Schritt

Und danach? Dann wird die Fläche eben.

Liegen die Rohre, kommt die Ausgleichsmasse drüber. Danach ist der Boden belegreif und dein Bodenleger kann direkt weitermachen. Muss vorher noch alter Kleber oder Belag runter, übernehmen wir auch die Bodenvorbereitung.

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